Praxistipp: Hören Sie sich Stimmproben immer auf der Lautstärke an, mit der Ihre Hörer den Podcast über Kopfhörer hören.
Ein Text, der sich auf Papier gut liest, stolpert beim Sprechen oft. Gesprochene Sprache verlangt kurze Sätze, bildhafte Ausdrücke und Raum für Atemzüge.
Achten Sie beim Podcast-Skript auf Folgendes:
- Schreiben Sie alles genau so aus, wie es gesprochen wird, inklusive Zahlen und Abkürzungen.
- Vermeiden Sie Anhäufungen von Zischlauten.
- Markieren Sie wichtige Betonungen durch Unterstreichungen.
- Ergänzen Sie Regiehinweise in Klammern, etwa '(lächeln)' oder '(kurze Atempause)'.
Praxistipp: Lesen Sie Ihr Skript mindestens zweimal laut mit Stoppuhr durch, bevor Sie es freigeben.
Aufnahme und Regie präzise führen
Geben Sie dem Sprecher im Briefing Kontext zur Zielgruppe. Erklären Sie nicht nur, was gesagt wird, sondern zu wem gesprochen wird: zu einer einzelnen Person, die gerade mit dem Hund geht oder im Auto sitzt.
Als Sprachregisseur achte ich hier besonders auf den Mikrofonabstand. Für Podcasts lassen wir Sprecher nah an die Kapsel treten und in normaler Gesprächslautstärke sprechen. Das verstärkt den Nahbesprechungseffekt: Tiefere Frequenzen werden voller und die Stimme wirkt, als säße sie direkt neben Ihnen.
Praxistipp: Bitten Sie immer um zwei unterschiedliche Tonalitäten für dasselbe Intro, damit Sie im Schnitt den passenden Ton zur jeweiligen Folge wählen können.
Zum Schluss Rechte und Tarife klären
Die Vergütung hängt vom Einsatzzweck ab. Handelt es sich um einen redaktionellen oder rein internen Podcast, gilt meist ein Tarif pro Wort oder pro Projekt. Enthält der Podcast bezahlte Werbung oder Sponsorings, besteht der Preis aus dem Aufnahmehonorar plus einem Buy-out für Nutzungsrechte und Laufzeit.
Praxistipp: Fordern Sie vorab ein klares Angebot an, in dem die Nutzung für Plattformen wie Spotify und Apple Podcasts geregelt ist, um Überraschungen auszuschließen.