Die Herausforderung bei einem lokalen Videoprojekt
Ein belgisches KMU ließ ein Unternehmensvideo produzieren, um einen neuen Service am Markt einzuführen. Gesucht war eine warme, vertrauenswürdige flämische Stimme. Um Kosten zu sparen, achtete das Team zunächst nur auf den günstigsten Einstiegspreis auf einer ausländischen Plattform.
Das Resultat enttäuschte: Die Tonspur enthielt störendes Hintergrundrauschen und die Stimme klang wie ein distanzierter Nachrichtensprecher, obwohl das Video Nähe vermitteln sollte. Als das Unternehmen das Video später auch als bezahlte Anzeige auf Social Media und im Regionalfernsehen einsetzen wollte, gab es zudem keine Vereinbarung über kommerzielle Senderechte. Der Zeitplan verzögerte sich und die Gesamtkosten stiegen durch nötige Neuaufnahmen deutlich an.
Der Weg zu einer klaren Preisstruktur
Um das Projekt wieder auf Kurs zu bringen, entschied sich das Unternehmen für eine professionelle Sprecheragentur mit klarer Preisstruktur. Bei kommerziellen Sprachaufnahmen setzt sich der Preis aus zwei transparenten Teilen zusammen:
- Das Grundhonorar: Es deckt die Aufnahme im professionellen Studio, die Textvorbereitung und die Audio-Nachbearbeitung ab.
- Das Buy-out: Das sind die Nutzungsrechte für die Stimme. Dieser Tarif richtet sich nach den gewählten Medien (wie Online, TV oder Radio), der geografischen Reichweite und der Laufzeit der Kampagne.
- Nicht-kommerzielle Produktionen: Für interne Unternehmensvideos oder E-Learnings gilt eine feste Berechnung nach Wortanzahl oder Projekt, da keine Ausstrahlungsrechte anfallen.
Mit einem erfahrenen Sprecher wie Johfrah, einer männlichen flämischen Stimme aus Belgien mit warmem und glaubwürdigem Klang, saß die Aufnahme direkt beim ersten Mal.
Der Regietipp für ein reibungsloses Ergebnis
Im Tonstudio erlebe ich es oft: Aufträge verzögern sich, weil das Briefing für den Sprecher zu vage ist. Eine Anweisung wie „Es soll sachlich, aber trotzdem begeistert klingen“ führt schnell zu Missverständnissen.
Regietipp: Geben Sie der Stimme eine konkrete Situation und ein klares Gegenüber. Sagen Sie nicht „Sprechen Sie das Publikum an“, sondern „Erklären Sie das einer Kollegin an der Kaffeemaschine“. Diese einfache Perspektive sorgt sofort für die richtige Betonung und spart Korrekturschleifen.