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Flämisch und Niederländisch sind dieselbe Sprache. Doch eine flämische und eine niederländische Stimme klingen sofort anders. Der Unterschied liegt in Klang, Wortwahl und Tempo - und ein flämischer Zuhörer hört es innerhalb einer Sekunde.
Der Klang ist der offensichtlichste Unterschied. Ein niederländischer Sprecher hat typischerweise ein schärferes „g“ und ein anderes „r“. Flämische Sprecher klingen flacher in der Intonation und etwas langsamer. Auch die Satzmelodie unterscheidet sich: Im Niederländischen geht die Stimme am Satzende oft nach oben.
Hinzu kommt die Wortwahl. „Gsm“ gegenüber „mobieltje“ (Handy), „kleedje“ gegenüber „jurkje“ (Kleidchen), „goesting“ gegenüber „zin in“ (Lust auf). Ein Text, der in den Niederlanden natürlich klingt, wirkt in Flandern manchmal etwas zu flott - und umgekehrt klingt ein flämischer Text in den Niederlanden manchmal zu formell.
Für eine Kampagne ist das kein Detail. Eine flämische Zielgruppe, die eine niederländische Stimme hört, weiß, dass die Botschaft nicht für sie gemacht ist. Wer in Flandern wirbt, wählt daher eine flämische Stimme. Wer beide Märkte bedient, lässt den Text am besten zweimal einsprechen.
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