Mythos 3: Der Preis einer Stimme ist immer ein Festbetrag
Was stimmt: Die Tarifstruktur in unserer Branche ist sehr logisch aufgebaut, unterscheidet sich aber je nach Projekttyp. Um Missverständnisse zu vermeiden, erklären wir Ihnen die Struktur klar und deutlich:
- Für eine kommerzielle Produktion zahlen Sie eine feste Basisgebühr für die Aufnahme im Studio, zuzüglich eines Buy-outs. Dies sind die Nutzungsrechte, abhängig vom Medium und der Laufzeit.
- Für nicht-kommerzielle Arbeiten, wie ein E-Learning oder einen internen Unternehmensfilm, rechnen wir meistens pro Wort oder pro Projekt ab.
- So zahlen Sie nie zu viel für eine Wiederverwendung, die Sie eigentlich nicht benötigen.
Mythos 4: Eine niederländische Stimme funktioniert in Flandern genauso gut
Was stimmt: Das ist ein klassisches Missverständnis. Eine Stimme aus den Niederlanden, wie Kristel oder Bart, klingt fantastisch für den niederländischen Markt. Doch ein flämischer Zuhörer schaltet bei einem nordniederländischen Akzent in einer lokalen Kampagne sofort ab. Die Sprachvariante muss perfekt zur Zielgruppe passen, um glaubwürdig zu wirken. Unsere Sprecher nehmen in ihrer Muttersprache auf, sei es Flämisch, Deutsch, Französisch (BE) oder Italienisch.
Mythos 5: Die Regie im Studio löst alle Textfehler von selbst
Was stimmt: Ein guter Regisseur kann viel steuern, aber ein schlecht fließender Text klingt weiterhin holprig. Als Sprecherregisseur sehe ich es täglich: Ein Satz, der auf dem Papier gut aussieht, stolpert im Mund des Sprechers.
Regie-Tipp: Lesen Sie Ihren Text immer mindestens dreimal laut für sich selbst vor, bevor Sie ihn ins Studio schicken. Merken Sie, dass Ihnen der Atem ausgeht oder Sie über Ihre Worte stolpern? Kürzen Sie die Sätze dann. Ein kürzerer Satz gibt der Stimme Raum, um natürlich zu atmen und die richtigen Betonungen zu setzen. Ein Lächeln während des Einsprechens hört man übrigens wirklich im Mikrofon. Schreiben Sie also auch einen Text, der sich angenehm aussprechen lässt.